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Weiterführende Informationen

Gemeinsam suchen die im Projekt »museum4punkt0« beteiligten Museen nach neuen Wegen, in Austausch mit ihren Besucherinnen und Besuchern zu treten, individualisierte Angebote für diese zu entwickeln und zusätzliche Zielgruppen anzusprechen. Dieses Projekt »museum4punkt0« wird gefördert durch die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

In konkreten Teilprojekten werden von 2017 bis 2020 für drei Jahre beispielhaft innovative Anwendungen entwickeln. Diese Prototypen werden sie im Anschluss für die flexible Nachnutzung durch andere Museen öffentlich zugänglich machen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert »museum4punkt0« mit 15 Millionen Euro.

An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren Staatlichen Museen zu Berlin gesteuerten Projekt sind fünf weitere Partner beteiligt, die stellvertretend für die Bandbreite der Museen in Deutschland stehen: die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum in München, die Fastnachtsmuseen Langenstein und das Fastnachtsmuseum Narrenschopf in Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz.

Die in diesem Teilprojekt zusammenarbeitenden Fastnachtsmuseen Langenstein und Bad Dürrheim befassen sich mit dem Kulturgut der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, die zum immateriellen Kulturerbe zählt. Das Fastnachtsmuseum »Narrenschopf Bad Dürrheim« beschreibt die Geschichte der Fastnacht und zeigt deren Figuren. Das Fastnachtsmuseum Schloss Langenstein konzentriert sich auf regionale, europäische und außereuropäische Fastnachts- und Maskenphänomene. Die beiden Museen werden im Rahmen von »museum4punkt0« Kooperationen mit weiteren kleineren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht eingehen, um die Vielfalt des Kulturguts „Fastnacht“ abzubilden.

Das kulturelle Phänomen Fastnacht ist als immaterielle Ausdrucksform nicht nur über Objekte darzustellen und zu begreifen. Digitale Präsentationsformen sollen die Fastnacht erlebbar machen und die Exponate »zum Leben erwecken«. Virtuelle Präsentationen sollen die Besucherinnen und Besucher zudem einladen, in einen Dialog mit dem Museum zu treten und eigene Erfahrungen und Eindrücke zur Ausstellung beizusteuern.

In Bad Dürrheim wird als Modul 1 ein virtuelles Museum mit moderiertem Interaktions- und Kommunikationsraum entstehen, über das ausgewählte Inhalte Besuchern weltweit zur Nutzung zugänglich gemacht werden. Im Interaktions- und Kommunikationsraum dieses digitalen Fastnachtsmuseums werden Besucherinnen und Besucher auch eigene Fotos, Erinnerungen und Erlebnisse einbringen können.

Vor Ort können im Modul 2 Interessierte mit Hilfe von Virtual Reality Settings in bestimmte Fastnachtsereignisse eintauchen – mittels VR-Brillen für Individualbesucher oder eine 360°-Projektion für ein gemeinsames Erleben.

Die Entwicklung der beiden Bad Dürrheimer Module ist zudem auf einem Blog dokumentiert: http://projektwebseite.vsan.de